Summer 2021
Courses
Urban Drifting. 
Discovering art, public space, and other things

In den 1960er-Jahren erkundeten Künstler_innen der Situationistischen Internationale Städte, indem sie sich treiben ließen. Sie nannten diese auf dem Prinzip des Zufalls beruhende Methode dérive. Wie die bebaute Umgebung auf sie wirkte zeichneten sie in Mappings aus dem Gedächtnis auf, die eine Grundlage der „psychogeografischen“ Forschung bilden.

In Anlehnung an diese künstlerisch forschenden Techniken werden wir bei Stadtspaziergängen gewohnte Routen verlassen, um uns im ziellosen Umherschweifen des Driftings unterschiedlichen Umgebungen zu öffnen, Neues zu entdecken, auf Bekanntes einen neuen Blick zu werfen und auch überraschen zu lassen. Auf/Zeichnungen der dabei gewonnenen Eindrücke sollen anschließend eine Art subjektive Kartografie des städtischen Raums formen.

Mit Field Trips zu Ausstellungen, Ateliers, Projekträumen, Kunstwerken im öffentlichen Raum uvm. wiederum wird ein Ein- und Überblick über die Vielfalt an Orten und deren Organisationsformen, an denen Kunst präsentiert, produziert und verhandelt wird, gegeben. Sie bieten eine konkrete Kartografie des dichten Netzes an Kunstorten in Wien.

Teilnehmer_innen sollen selbstständig die Methode des dérive ausüben und dazu Auf/Zeichnungen anfertigen. Das Format hierfür ist offen, von kartografischen Zeichnungen, Soundscapes, Video, Sammlungen von Fundstücken bis Text und Interventionen.

Mehr Info auf der Base Angewandte

 

Foto: Von A nach B, Jeanette Pacher