Winter 2021/22
Courses
SOUNDCHECK

Bildende Künstler spielten in Bands oder gründeten Clubs, Musiker drehten Super-8-Filme. Dada und Fluxus wurden revitalisiert. Auf Virtuosität wurde häufig bewusst verzichtet. Das Nicht-Können, der Widerstand gegen Konventionen, die Kunst des Vergessens und des Verlernens sollten den Weg öffnen zu einer ungebremsten Kraft des Ausdrucks, einer neuen Expressivität.

Nach dem „Festival Genialer Dilletanten“, 1981 in Berlin, entwickelte sich vor allem im Umfeld von Kunsthochschulen eine künstlerische Vehemenz, die durch genreübergreifendes Experimentnieren und den Einsatz neuer elektronische Geräte geprägt war.Ziel des Kurses ist es, mit den vorhandenen Mitteln eine Art musikalisches Gefüge zu erreichen. Über das Zufallsprinzip zu Lösungen, oder über Improvisation zu einer Konzeption zu kommen. Das Konstituieren eines musikalischen Gefüges über das Experiment – der Probe. Dem Ego, der kollektiven Autorenschaft den Vortritt lassen. Der Drang des Tuns ist stärker als die Suche nach Perfektion. Das Richtige hinterfragen und dem Falschen eine Chance geben. Intuition und Improvisation werden die Eckpfeiler dieses Kurses sein.

Der Kurs wird sich grob in vier Abschnitte aufteilen, wobei das Hauptaugenmerk auf die PRODUKTION, der praktischen Arbeit, gelegt wird.

1. Sondieren der „Fähigkeiten“ der Kursteilnehmer
2. Sondieren der Möglichkeiten (Equipment)
3. PRODUKITON (Proberaum)
4. öffentlicher Auftritt

Mehr Info auf der Base Angewandte

 

Foto: Heribert Friedl