Summer 2018
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Performance und Kritik

Die Lehrveranstaltung wird die Geschichte und Theorie der zeitgenössischen Tanz- und Performancepraxis mit ihren bedeutendsten Protagonist_innenen aus der Perspektive des Kritischen fokussieren. Untersucht werden unterschiedliche performative Modi des Kritischen, die Krise und Differenz als konstitutiv für künstlerische Arbeitsprozesse adressieren. Zugleich wird Kritik als Strategie überprüft, die den Bedeutungshorizont dem Publikum als Komplize überantwortet und den Blick für das politische sowie ästhetische Potential zeitgenössischer Kunst schärt.

Welche Kritik stärkt heute zeitgenössischen Tanz und Performance und welchen Kritikbegriff stärken sie? Wieviel Kontakt und Kontamination vertragen Kunst und Kritik, um zugleich autonom und politisch zu bleiben? Wie ist Kritik selbst eine Kunst des Politischen und wie ist Kunst kritisch, ohne lediglich Subversionsrhetorik zu praktizieren? Kann sich Kritik der Normativität entziehen und müssen wir sie sogleich schwächen, sobald sie sich ermächtigt? Wie Kritik kritisieren – schwächen, um zu stärken? 

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Titel: Hugo Glendinning & Tim Etchells, Uncertain Fragments. 
Foto: Hugo Glendinning